Saúl Luciano Lliuya, ein engagierter Bergbauernsohn aus den peruanischen Anden, sorgt momentan für Aufsehen – und das aus gutem Grund! Der 46-Jährige hat sich mit einer beeindruckenden Entschlossenheit gegen den deutschen Energieriesen RWE aufgemacht. Warum? Nun, es geht um die Frage, wer für die drohende Flutgefahr durch ein Schmelzwasserbecken am Huascarán-Gletscher verantwortlich ist.
Lliuya lebt in der Stadt Huaraz, die am Fuß dieses Gletschers liegt. Der Klimawandel hat das Schmelzen der Gletscher beschleunigt, und das gefährliche Wasser könnte in naher Zukunft die Stadt überfluten. Doch Lliuya sieht nicht nur zu – er handelt! 2015 hat er RWE verklagt, weil er glaubt, dass das Unternehmen durch seinen CO2-Ausstoß mitverantwortlich für die dramatischen Klimaveränderungen ist, die zu dieser Gefahr führen.
Der Fall ist außergewöhnlich, denn es geht nicht nur um eine Klage gegen ein Unternehmen, sondern um das Recht, Verantwortung für den Klimawandel auch global zu übernehmen. Saúl Luciano Lliuya kämpft für eine Sache, die weit über seine Heimat hinausgeht: die Frage, wie wir alle mit den Folgen des Klimawandels umgehen und wer dafür zur Verantwortung gezogen wird.
Es ist ein Kampf gegen die Giganten – aber Lliuya zeigt uns, dass auch der Einzelne einen Unterschied machen kann. Und das macht Hoffnung!
Link 1: https://taz.de/Mit-dem-Gesetz-gegen-die-Klimakrise/!6075902/
Link 2: https://taz.de/Ein-Bauer-gegen-RWE/!6075911/
Link 3: https://www.glas-der-vernunft.de/preistrager-in/2018-saul-luciano-lliuya
